Kebnekaise

Der Kebnekaise ist mit ca. 2104m der höchste Berg Schwedens. Er liegt im schwedischen Lappland, ca. 100km entfernt von der Bergbaustadt Kiruna.

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Zusammen mit Uwe geht es mit Mietwagen bei strömendem Regen zum Ausgangspunkt der Wanderung, Nikkaluokta. Da es nicht aufhört zu regnen, verbringen wir die erste Nacht im Auto und beschließen erst am nächsten Morgen in Richtung der 19km entfernten Kebnekaise Talstation loszuwandern.

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Am Morgen verziehen sich die Wolken und wir laufen bei bestem Wetter und geplagt von blutgierigen Mücken um 9:30 los. Nach 6km kommt man zur Anlegestelle der Fähre, mit der man 5km des Weges abkürzen kann. Hier gibt es auch einen “Lap Donald’s”, bei dem man Rentier Burger kriegt. Wir beschließen aber weiter zu laufen und das Boot auf der Rücktour zu nehmen.

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Ca. 2km vor der Talstation schlagen wir um 17Uhr auf einer kleinen idyllischen Lichtung an einem Fluß unser Lager auf und genießen noch lange die warme Mitternachtssonne.

Am nächsten Morgen um 7Uhr machen wir los zum Gipfel des Kebnekaise. Vorbei an der Talstation nehmen wir den Vestra Leden (Westweg), der im Gegensatz zur Ostroute nicht über Gletscher führt. Um 12Uhr, nach 5h Aufstieg erreichen wir den Sattel zwischen Tuolpagorni und Vierranvarri. Da auf dem Weg zu Kebnekaise Gipfel erst noch der Vierranvarri überquert werden muss und Uwe jetzt schon am Ende seiner Kräfte ist, beschließt er zum Zelt zurückzukehren.

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Ich erreiche um 14:30 den schneebedeckten Gipfel des Kebnekaise. Eine kurz vor mir geführte Wanderung hatte noch Seil und Steigeisen benutzt, aber es geht auch ohne. Leider sind dichte Wolken aufgezogen und ich habe keine Fernsicht vom Gipfel.

Beim Abstieg beginnt es zu regnen und zu hageln. Die auf dem Hinweg noch einfach zu überquerenden Gebirgsflüsse sind jetzt eine echte Herausforderung und ich bekomme ziemlich nasse Füsse. Ca. 20 Minuten vor der Talstation höre ich auf einmal ein Handyklingeln irgendwo in einem Busch neben dem Weg. Am Telefon sind die Besitzer des Handys und wir verabreden uns an der Talstation, wo sie mir Finderlohn geben wollen, was ich aber ablehne.

Um 20Uhr, nach insgesamt 13h Wanderung, bin ich zurück am Zelt. Am nächsten Morgen machen wir uns bei Regen auf den Weg zurück nach Nikkaluokta. Wir gönnen uns die 250 Kronen teure Fähre und verdrücken einen Rentier Burger bei Lap Donalds. In Nikkaluokta gibt es noch eine herrliche heiße Dusche, nach der wir uns auf den Weg zum Nordkapp und dem höchsten Berg Finnlands, dem Haltitunturi, machen.

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